Das heute nichts mehr ohne das nötige Kleingeld zu bewerkställigen ist, dürfte sicher jedem klar sein und so hängen die Umsetzungen unsere Ideen und Projekte natürlich auch von der Dicke und Schwere unseres Geldbeutels ab.
Doch als so junger und vor allem gemeinnütziger Verein wie es unserer Bunte Platte e.V. ist, genügt ein einziger Blick in unseren Geldbeutel um festzustellen, dass da nicht viel ist!
Aus diesem Grund, haben wir uns dazu entschlossen, einen Spendenaufruf zu erstellen, den wir in der nächsten Zeit auf unsere Homepage stellen werden.
Um es den potentiellen SpenderInnen leichter zu machen, hat sich der Verein beim Spendenportal eintragen lassen.
Falls es jedoch schon jetzt Leute geben sollte, die uns finanziell oder auch mit Sachspenden unterstützen wollen, kännen gerne auf den unten aufgeführten Link klicken.
Wir hoffen, dass es in absehbarer Zeit Leute geben wird, die uns und unser Vorhaben unterstützen und dafür einen Beitrag leisten wollen.
Jedem dem etwas an der Jugend in und um Grünau liegt, jede(r), der es genau wie wir satt hat, dass sich erneut rechte Strukturen in diesem Stadtteil ausbreiten, wäre mit seinem Engagement bei uns an der richtigen Stelle!
Wir als Grünauer AJZ`ler der Bunten Platte unterstützen mit voller Selbstverständlichkeit die antifaschistische Blockade gegen den nazistischen Geschichtsrevisionismus, welcher wie jedes Jahr seinen Höhepunkt in seiner Propaganda bei der größten deutschen Demonstration der rechtsradikalen Szene, in Dresden, findet.
Als öffentlicher Denkmantel der von rechten Propagandisten angemeldeten Demonstartionen am 13. sowie 16. Februar diesen Jahres, dient das Gedenken an den alliierten Bombenangriff im 2. WK, auf die Stadt.
Dieses Gedenken unterstützen jedoch leider zu viele Dresdner und Deutsche, die diese Angriffe zur damaligen Zeit als völlig Überflüssig halten, ohne sich selbst dabei bewusst zu machen, dass sie damit die Deutschen, in eine Art Opferrolle pressen, die völlig unangemessen und falsch ist.
Während sie somit z.T. aktiv und zum Teil, aus Unwissenheit passiv für eine Verfälschung der Geschichte demonstrieren, ist den Meisten der Beteiligten aus der bürgerlichen Mitte nicht klar, wer die Hintermänner sind, deren Aufrufen sie folgen.
Doch so tief verwurzelt das Gedenken an die vielen Deutschen, die damals in Dresden ums Leben gekommen sind, obwohl sie keinen unherheblichen Teil zum Beginn des Krieges und dessen Vorgeschichte beigetragen haben, sind, um so utopischer ist es leider auch, sie auf die den richtigen Pfad zurückzubringen. Trotz massiver Aufklärungsarbeit der deutschen Linken und Antifaschisten, ist es nur bedingt gelungen, gegen die Opfermentalität, die die Deutschen seit dem Untergang des 3. Reiches charakterisiert, Erfolge zu erziehlen.
Der typische deutsche fühlt sich wohl, wenn er über angebliche Ungerechtigkeiten, die oft mit den "Taten" der alliierten Befreiungsarmeen gegen die deutschen Nazis und ihrer passiven Mittäter aus allen Bevölkerungsschichten, zu tun haben, trauern und wüten sein kann.
Diese Wut spiegelt sich nicht selten im modernen Antiamerikanismus und Antiisraelismus wieder.
Themen, die genau in das Bild der rechtsextrmen Protagonisten dieser Gedenkdemonstrationen passen und die sie deshalb bewusst bedienen.
Gegen diese aktiven Rassisten und ihrer zum größten Teil unwissenden Mitläufer der Dresdner Bürgerschaft hilft nur ein so gelungener Protest, wie jener, der die zwei Jahre zuvor gestartet wurde.
Wir unterstützen daher den Blockade-Aufruf des Bündisses "Nazis-blockieren" und werden uns an den Protesten in Dresden aktiv beteiligen!
Als Parole fing es an und steigerte sich in der letzten Zeit als Rahmen für die verschiedenen Projekte, die aus dem Umfeld des AJZ Bunte Platte entstanden.
Für die antifaschistische Demonstartion am 16.06.07 in Grünau, die antirassitischen Mahnfeuer am AJZ und auch für den 1. Antira-Cup 2007 am Kulkwitzer See, galt "Grünau bleibt bunt" als "Initialwort" welches für neue Aktivitäten im Rahmen der Schaffung einer neuen Gegenkultur zum rechten Lifestyle in Grüanu dienen sollte.
Aus dieser ehemaligen Parole soll aber ab Anfang 2008 eine echte Initaitive zur Neuinstallierung und geleichzeitiger Festigung alternativer und linker Jugendkulturen in Leipzig/Grüanu entstehen.
Sie soll als neuer Anstoß für Aktivitäten und Handlungen stehen, deren Hauptziehl die Schaffung eines neuen Alternativen Jugenzentrums (AJZ) in Grünau ist. Denn in unseren Augen ist es für oben genannte Neuinstallierung und gleichzeitiger Festigung alternativer und linker Jugendkulturen in Grünau unabdingbar, eine neue Institution, also ein neues AJZ zu errichten. Ein neues AJZ, welches sich somit als Kernstück dieser Aufgabe sieht, benötigt daher natürlich auch ein neues Konzept, um diese Ziele zu erreichen.
Das neue Jahr, soll ganz im Zeichen dieser Initiative stehen, wofür hart gearbeitet wird.
In der nächsten Zeit werdet ihr wesentlich mehr über unsere neue Initiative "Grünau bleibt bunt" erfahren.
Schon Mitte Januar wird es ein großes Fördertreffen zwischen dem Bunte Platte e.V. und vielen potentiellen Fördern geben, über dessen Ergebnisse wir euch schnellstmöglichst informieren werden.
In diesem Sinne, wünscht euch das Team des AJZ Bunte Platte einen guten Rutsch ins neue Jahr und hofft auf eure aktive Unterstützung und Mithilfe bei unseren neuen Aufgaben, die uns erwarten werden.
Aus einer spontanen Idee heraus, verfolgten 3 junge AJZ`ler ihr Ziel, das "neue" Holocaust-Denkmal in Berlin zu besichtigen. Da sich die drei sowieso in Berlin aufhielten, war es also keine große Sache mit dem Besuch.
Ab in die U-Bahn Richtung Alexanderplatz und von dort aus nochmal einen halben Kilometer zu Fuss.
Es musste wirklich nicht gesucht werden, denn dieses fundementale Stelenfeld, dessen besondere Größe zwar auf der einen Seite seine Berechtigung hat, damit mensch nur schwer daran vorbeiblicken kann, aber auf der anderen Seite sicherlich etwas zu viel Geld in Anspruch genommen hat.
Schließlich hätte einiges für die Entschädigung der vielen noch lebenden Juden, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, genutzt werden können.
Trotz dieser Einstellung veriirten wir uns in dem Stelenfeld, welches eben auf Grund seiner "Einfachheit" so unglaublich beeindrucken war.
Mit unseren Eindrücken und Gedanken ging es dann in den "Ort der Information", der sich genau unter dem Stelenfeld befand und welcher zur direkten Aufklärung der Opfer des Holocaust und der Verarbeitung unserer ersten Eindrücke und Gedanken dienen sollte.
Bei dieser unglaublichen Ruhe, welche in den Räumen herrschte, war dies auch ganz gut möglich.
Es gab natürlich wieder viel zu lesen und auch Bilder zu sehen, die wir schon kannten, aber auch ein Raum, in dem mensch nur dasitzt und der Geschichte von verschiedenen Opfer lauscht oder sich mit einer detailierten Familiengeschichte auseinandersetzt.
Auch dieses Denkmal hatte neue Informationsmöglichkeiten und vor allem auch neue Informationen geboten, sodass der Besuch sich eindeutig gelohnt hatte und weiter zu empfehlen ist.
Die Bilder die wir von dem Besuch geschossen haben, findet ihr in unserer Gallerie.
Leider gibt es im Bezug auf die Organisation des 2. Antira-Cup`s in Leipzig/Grünau eine erste weniger gute Nachricht.
Die "Antonio-Amadeu-Stiftung", die wir um eine größere finanzielle Unterstützung gebeten haben, musste uns leider eine Absage erteilen.
Allerdings geht aus dem Schreiben hervor, dass unser Vorhaben stiftungsintern sehr positiv aufgenommen und diskutiert wurde.
"Ihr Engagement ist unübersehbar", heißt es in einer Textzeile.
Jedoch haben die Entscheidungsgremien der Stiftung anderen Vorhaben eine höhere Priorität eingeräumt.
"Dies...", so der Brief weiter, "...ist nicht als qualitatives Urteil über ihr Projekt zu verstehen."
Uns wird viel Glück gewünscht, dass wir doch noch andere UnterstützerInnen für unser Vorhaben finden.
Wir werden uns auch gewiss schon bald auf die Suche nach anderen Partnern machen, denn der 2. Antira-Cup hat an aktuellem Wert für unseren Stadtteil zugenommen. Es wird immer wichtiger, weitere antirassistische Projekte in Leipzig und besonders Grünau zu installieren.
Wir sind der festen Überzeugung, dass die "Antonio-Amadeu-Stiftung" ihre finanzielle Unterstützung Projekten zugesagt hat, die ihre absolute Berechtigung haben und wünschen von dieser Stelle aus alles Gute und viel Glück für die OrganisatorInnen der jeweiligen Projekte.