» Unser Profil
Ziel des Vereins war und ist die Förderung von demokratischen, antirassistischen und antifaschistischen Denk- und Verhaltensmuster insbesondere durch „offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Sportveranstaltungen, erlebnispädagogische Projekte, Bildungsarbeit, allgemeine kulturelle Veranstaltungen, Gesprächsrunden zu aktuellen Problemen.

Wen wollen wir erreichen?


Unsere Zielgruppe sind in erster Linie nicht-rechte Jugendliche, welche interessiert sind an „alternativen" Kulturen, Menschenbildern, Gesellschaftsformen und Ideen. Alternativ insbesondere zur deutschtümelnden und angstbetonten Denkweise nationaler Einstellungen.
Wir sind parteiunabhängig und im gewissen Maße auch politisch unabhängig. Jedoch werden rassistische, antisemitische, homophobe sowie sexistische Tendenzen in unserem AJZ nicht nur „nicht toleriert" sondern auch zum Gegenstand von Diskussionen und Auseinandersetzungen mit dem Thema gemacht.
Alternative, linke und antifaschistische bzw. antirassistische Jugendliche sollen bei uns Angebote zur aktiven Freizeitgestaltung sowie Förderung in ihrer Selbstfindung und ihrem emanzipativen und humanen Handeln finden. Die Jugendlichen können bei uns politische und aktuelle Informationen erhalten, welche wir multiplikatorisch vermitteln, organisieren und einbringen möchten.
Auch unspezifizierte nicht-rechte Jugendliche fallen in unsere Zielgruppe. Also Jugendliche, die keine besondere alternative oder linke Lebenseinstellung haben, aber unsere Grundsätze und unsere Gegenposition jedweder „rechter" Einstellung gegenüber teilen.
Mit rechten Jugendlichen, die in das AJZ kommen, wird über unsere emanzipative Arbeit gesprochen und aufgeklärt. Aber es wird auch darüber informiert, das für sie in unserem AJZ kein Raum und keinerlei Interesse an einer Schaffung dessen besteht. Die Akzeptanz von rechter Klientel ist im AJZ ausgeschlossen, aber gewillten Aussteigern der rechten Szene soll eine Basis zum Ausstieg, zur realen Integration geboten werden.

Was wollen wir?


In erster Linie wollen wir Anlaufpunkt für sämtliche nicht-rechte Jugendkulturen sein. Eben ein auffällig bunter Platz! Wir wollen Raum zur Beschäftigung mit gesellschaftsrelevanten Themen bieten. Ein kulturübergreifendes, gemeinsames und tolerantes Miteinander ist für uns die Grundlage für die Informationssammlung, Informationsverteilung und Auseinandersetzung hinsichtlich antirassistischer, antisemitischer und antisexistischer Themen.

Warum wollen wir das?

Der Vereinsname „Bunte Platte" steht für eine unserer Zielvisionen. Ein buntes Leben und Denken im Plattenbau. Da sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat, wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass Grünau weiterhin bunt bleibt. Und sogar noch ein bisschen bunter wird.
Vielfältig sind die Möglichkeiten kritischen Denkens und Handelns. Wir selbst verorten uns alle gleichermaßen im „linken" Spektrum. Das wiederum beinhaltet auch eine absolute und nicht verhandelbare Contra-Einstellung gegenüber so genannter „rechter" oder „nationaler" Positionen. Obwohl wir alle in verschiedenen jugendkulturellen Szenen beheimatet sind, ist dies das ideelle Dach unserer Initiative. Unser gemeinsamer Nenner.
Der Stadtteil Grünau ist seit vielen Jahren als so genanntes "rechtes Pflaster" bekannt, auch wenn sich in den letzten Jahren einiges verändert hat. Dennoch ist Grünau nicht der multikulturelle und von verschiedensten Jugendkulturen beheimateter Stadtteil, den wir uns wünschen. Wieder sind Rechtsextreme Aktivisten und Jugendliche im Stadtteil aktiv und umtriebig. Ihr Ziel sind besonders jene Jugendliche und Grünauer, die gern etwas verändern möchten aber meist nicht wissen wie und wohin.
So wichtig, wie es zu Beginn der 90er Jahre und zum Jahrtausendwechsel war, mit dem Aufbau einer Gegenkultur und Aufklärung, genau so wichtig ist es auch heute wieder!
Grünau bleibt bunt! Dies ist für uns das wichtigste Ziel. Wir wollen unsere Freizeit nicht in anderen Stadtteilen verbringen müssen. Den wiederauflebenden Besitzansprüchen „rechter Kultur" in Leipzig-Grünau wollen wir entgegenwirken, durch die Schaffung eines Anlaufpunktes für sämtliche nicht-rechte Jugendkulturen in Leipzig-Grünau.
Gemeinsame Erlebnisse, demokratische Entscheidungsprozesse, die Möglichkeit sich fern von „rechtem Druck" zu treffen, in einem Raum, wo Jugendliche für Jugendliche aktiv werden, ist für uns die Basis zur Schaffung einer Gegenkultur, die Chance rechten Initiativen wie beispielsweise „Jugend-Offensive.info" entgegenzuwirken.


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